„Wenn du dein wahres Selbst zur Welt bringen möchtest, musst du tief in deinen Körper eintauchen und deiner Seele erlauben, aufzuschreien und sich auszudrücken.“
Gabrielle Roth

Für Gabrielle Roth (1941-2012) war der Tanz Ausdruck, Meditation und Gebet zugleich.

Gabrielle Roth war in ihren Zwanzigern Tänzerin und verbrachte danach zehn Jahre ihres Lebens damit, Kindern, Älteren, gefährdeten Menschen und Behinderten Bewegung beizubringen. Das war der Beginn der Entwicklung ihres recht berühmten Bewegungsansatzes namens 5Rhythmen.

Die 5Rhythmen wurden von Gabrielle Roth in den 1970er Jahren entwickelt – aus der Überzeugung, dass Bewegung weit mehr ist als körperliche Aktivität: Sie ist eine Sprache des Selbstausdrucks, ein Weg nach innen. Die Praxis verbindet Elemente des Tanzes, der Bewegungstherapie und der Achtsamkeit und entfaltet sich in fünf Rhythmen – fließend, staccato, chaotisch, lyrisch und still –, die zusammen, so Gabrielle Roths Erkenntnis, das gesamte Spektrum menschlicher Erfahrung abbilden können.

Die 5 Rhythmen basieren auf einer natürlichen und in sich organischen Abfolge von Energien, Rhythmen. Sie sind in allem „Leben“ erkennbar.

Im Kern geht es darum, Menschen wieder in Kontakt zu bringen: mit ihrem Körper, ihren Gefühlen und dem, was sie im Innersten ausmacht. Gabrielle schöpfte dabei aus einem breiten Fundus – indigene Kulturen, moderner Tanz und spirituelle Traditionen flossen gleichermaßen in ihre Arbeit ein und gaben ihr jene Tiefe, die die 5 Rhythmen bis heute auszeichnet.

Der Tanz der 5 Rhythmen ist eine Bewegungsmeditation und spirituelle Praxis zugleich. Sie hilft uns, immer wieder an unsere Quelle zurückzukehren und unseren Hunger nach Lebendigkeit und innerem Gleichgewicht zu stillen.

„Wenn du es zulässt, dass dein Herz berührt wird, sei offen für das Risiko und Abenteuer der Gefühle, lass sie durch dich hindurcharbeiten, um mehr ganz zu werden, sie werden sich verändern. Tränen werden zu einem Lachen, Wut wird zu einer Umarmung.“